{"id":4981,"date":"2018-11-27T07:51:42","date_gmt":"2018-11-27T06:51:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/?p=4981"},"modified":"2020-01-08T14:31:49","modified_gmt":"2020-01-08T13:31:49","slug":"friedhofsgang-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/2018\/11\/27\/friedhofsgang-2018\/","title":{"rendered":"Friedhofsgang 2018"},"content":{"rendered":"<p>Mit zahlreichen gro\u00dfen und kleinen Ver\u00e4nderungen haben sich die Bilker Sch\u00fctzen 2018 auf einen Weg gemacht, um das Sch\u00fctzenwesen dem heutigen Leben in der Gro\u00dfstadt anzupassen.&nbsp; Oftmals nicht ganz so einfach, denn das was einen Sch\u00fctzenverein ausmacht, soll schlie\u00dflich erhalten bleiben.<br \/>\nVon diesem Gedanken war auch der Friedhofsgang 2018 betroffen.<\/p>\n<p>Der erste Chef Ulrich M\u00fcller wagte den Schritt und bereicherte die Andacht in der Kapelle des S\u00fcdfriedhofs mit modernen Songs der Toten Hosen. Ungew\u00f6hnlich? Nein es passt!<\/p>\n<p>\u201eEine Handvoll Erde &#8211; Werf&#8216; ich dir hinterher<br \/>\nUnd nach \u00fcber 100 H\u00e4nden- Sieht man fast nichts mehr von dir\u201c<br \/>\nso die Kl\u00e4nge der D\u00fcsseldorfer Kultband die den schmerzhaften Abschied f\u00fcr immer zum Ausdruck bringen. Diesen Abschied sprach auch der erste Chef Ulrich M\u00fcller in einer ausdrucksvollen Rede an und forderte die Kameraden auf, mehr miteinander zu leben und zu reden \u2013 bevor es zu sp\u00e4t ist.<\/p>\n<p>Zitat aus der Rede des ersten Chefs:<br \/>\n<em>\u201eWir haben uns hier versammelt, wie jedes Jahr. Wir stehen zusammen an diesem Tag, um unseren verstorbenen Kameraden und deren Frauen zu gedenken. Als wir an ihrem Grabe standen, haben wir eine Handvoll Erde oder Blumen als letzten Gru\u00df in das Grab geworfen.<\/em><\/p>\n<p><em>In Gedanken spielten sich die Bilder wieder, die wir gemeinsam mit dem Kameraden\/in erlebt haben und stellten fest, dass es kein Zur\u00fcck mehr gibt, es nicht mehr gedreht werden kann. Nach einigen Tagen, Wochen, Monaten wird uns bewusst wie sehr wir denjenigen vermissen, wie er uns fehlt, was er alles mit uns und f\u00fcr uns gemacht hat.&nbsp; Wir k\u00f6nnen ihn aber nicht fragen, kommen mit seinem Ende noch nicht klar. Es hat ein Leben ohne ihn begonnen und wir merken, was er uns alles hinterlassen hat. Gleichzeitig sp\u00fcren wir, dass wir durch die Hinterlassenschaften und Gedanken noch immer mit ihm zusammen sind. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir haben unsere Kameraden durch Krieg, Krankheiten, Ungl\u00fccke oder Unf\u00e4lle verloren. Nachdem wir Kameraden verloren haben, kommen die Gedanken: haben wir etwas \u00fcbersehen, h\u00e4tten wir helfen k\u00f6nnen, wieso haben wir nicht ausreichend mit ihnen gesprochen?<\/em><\/p>\n<p><em>Dann k\u00f6nnen wir aber nicht mehr helfen. Wir sollten zu Lebzeiten diese Fragen beantworten k\u00f6nnen, um dann eventuell noch helfen zu k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen an normalen Toden nichts \u00e4ndern.&nbsp; Es passiert einfach, aber unnormale Tode k\u00f6nnen wir vielleicht abwenden.<\/em><\/p>\n<p><em>Alles passiert, wie es passieren muss.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Alles passiert, wie es passieren muss, \u2026. mit dem gleichnamigen Titel der Toten Hosen endete die Andacht und die Gemeinschaft machte sich auf den Weg zur Gedenkst\u00e4tte der Bilker Sch\u00fctzen.<br \/>\nDort wurde von Oberst Michael Kohn der Letztverstorbene, Ehrenmajor der Grenadiere und Ehrenmitglied des Vereins, Alfred Krause in Erinnerung gerufen.<\/p>\n<p>Michael Schwarz, als zweiter Chef, hielt die Laudatio zum Gedenken an Wilhelm Knell, Ehrenhauptmann der Gesellschaft Andreas Hofer\/Hubertus J\u00e4ger, der vor 50 Jahren verstarb. Er war Besitzer der bekannten Pelikan Apotheke an der Bilker Kirche und 1968 ungekr\u00f6nter Regimentsk\u00f6nig des Vereins.<\/p>\n<p>\u00dcber Wilhelm Knell:<br \/>\n<em>1947 ist Wilhelm Knell in die Gesellschaft Andreas-Hofer\/Hubertus-J\u00e4ger eingetreten. Bedingt durch seinen Beruf, -wer von uns kennt die Pelikan-Apotheke an der Bilker Kirche nicht-, hat er das Wohl der Menschen immer geliebt. So war es auch nicht verwunderlich, dass seine Kameraden ihn im<\/em> Jahre <em>1950 als 2. Hauptmann der Gesellschaft w\u00e4hlten. Dieses Amt f\u00fchrte er, zur vollsten Zufriedenheit seiner Kameraden, bis zum Jahre 1966.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Sch\u00fctzenfest 1968 hatte Wilhelm Knell das gro\u00dfe Gl\u00fcck Regimentsk\u00f6nig zu werden. Wie die Chronik berichtet, war die Freude bei der Gesellschaft Andreas-Hofer\/Hubertus-J\u00e4ger sehr gro\u00df und da Wilhelm Knell ein \u00e4u\u00dferst beliebter Sch\u00fctzenkamerad und aber auch Bilker B\u00fcrger gewesen ist, war die Kompanieinterne Feierlichkeit, in der Nacht nach dem K\u00f6nigsschu\u00df, bis auf den letzten Platz besucht. Doch leider w\u00e4hrte diese Freude nicht lange. Denn am 12.07.1968, knapp einen Monat nach dem K\u00f6nigsschu\u00df, verstarb der Regimentsk\u00f6nig Wilhelm Knell. Unter gro\u00dfer Anteilnahme wurde er am 17.07.1968 zu Grabe getragen. Der damalige Sch\u00fctzenchef Jakob Faasen hielt mit bewegten Worten die Grabrede.<\/em><\/p>\n<p><em>Somit hatte Bilk den ersten und zum Gl\u00fcck bis heute, den einzigen ungekr\u00f6nten Regimentsk\u00f6nig. Denn der Vorstand hatte beschlossen, dass kein neuer Regimentsk\u00f6nig ausgeschossen wird. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Gesellschaft Andreas-Hofer\/Hubertus-J\u00e4ger hat weiterhin als K\u00f6nigskompanie das Jahr verbracht. Der eigentliche Kr\u00f6nungsball im September in der damaligen Rheinhalle, wurde als Sch\u00fctzenball umbenannt.&nbsp; Damals, wie ich finde, ein sehr guter Beschluss.<\/em><\/p>\n<p><em>Michael Schwarz, zweiter Chef.<\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em>Die Songtexte der Toten Hosen:<\/p>\n<p><\/em><strong>Eine Hand voll Erde<\/strong><\/p>\n<p>[Stroph<u>e 1]<\/u><\/p>\n<p>Du hast uns alle hier versammelt, wir steh&#8217;n zusammen diesen Tag<\/p>\n<p>Ein kurzer Blick ist das Zeichen, langsam heben wir dich an<\/p>\n<p>Wir tragen dich nur ein paar Meter, die f\u00fcr ein ganzes Leben stehn<\/p>\n<p>Verloren in Gedanken, es gibt nichts mehr dran zu dreh&#8217;n<\/p>\n<p>Alle Worte sind gesprochen<\/p>\n<p>Ein letztes Lied als wir nach drau\u00dfen zieh&#8217;n<\/p>\n<p>Jetzt sind es nur noch hundert Schritte, die wir gemeinsam gehn<\/p>\n<p>Gleich sind wir am Ziel, mein Freund, von hier aus kein Zur\u00fcck<\/p>\n<p>Dein Sarg gleitet sanft hinunter, in die Tiefe, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[Refrain]<\/p>\n<p>Eine Handvoll Erde<\/p>\n<p>Werf&#8216; ich dir hinterher<\/p>\n<p>Und nach \u00fcber 100 H\u00e4nden<\/p>\n<p>Sieht man fast nichts mehr von dir<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[Strophe 2]<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag<\/p>\n<p>Zur\u00fcck am Grab<\/p>\n<p>Niemand ist mehr da<\/p>\n<p>Will nach dir suchen<\/p>\n<p>Will noch was finden<\/p>\n<p>Komm&#8216; mit dem Ende noch nicht klar<\/p>\n<p>Ein Leben ohne dich bricht an<\/p>\n<p>Es hilft mir, dass ich wei\u00df<\/p>\n<p>Wir geh\u00f6ren immer noch zusammen<\/p>\n<p>Uns trennt nur ein bisschen Zeit<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[Refrain]<\/p>\n<p>Eine Handvoll Erde<\/p>\n<p>Werf&#8216; ich dir hinterher<\/p>\n<p>Und nach \u00fcber 100 H\u00e4nden<\/p>\n<p>Sieht man fast nichts mehr von dir<\/p>\n<p>Eine Handvoll Erde<\/p>\n<p>Werf&#8216; ich noch hinterher<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass du noch hier bist<\/p>\n<p>Auch wenn ich nichts mehr seh&#8216; von dir<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Alles passiert<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Toten Hosen<\/em><\/p>\n<p>Ein letztes Lied, ein letzter Tanz<\/p>\n<p>Ein Augenblick ganz ohne Glanz<\/p>\n<p>Das Feuerwerk am Horizont<\/p>\n<p>Malt unsre Schatten auf Beton<\/p>\n<p>Kein Happyend, kein Hollywood<\/p>\n<p>Alles passiert, wie es passieren muss<\/p>\n<p>Der letzte Sand f\u00e4llt durch die Uhr<\/p>\n<p>Wir finden beide keine neue Spur<\/p>\n<p>Und zwischen uns ein breiter Fluss<\/p>\n<p>Alles passiert, wie es passieren muss<\/p>\n<p>Die Leichtigkeit so lange her<\/p>\n<p>Die Vergangenheit bedeutet heut nichts mehr<\/p>\n<p>Nichts wichtiges was \u00fcbrig bleibt<\/p>\n<p>Und jetzt tr\u00e4gst du dieses schwarze Kleid<\/p>\n<p>Ein Moment, der bitter schmeckt<\/p>\n<p>Der keine neuen guten Geister weckt<\/p>\n<p>Blick nicht zur\u00fcck, steig in den Bus<\/p>\n<p>Alles passiert, wie es passieren muss<\/p>\n<p>Wir gehen von der B\u00fchne<\/p>\n<p>Es gibt keinen Applaus<\/p>\n<p>Und die Liebe dreht sich weg<\/p>\n<p>Sie schmei\u00dft uns einfach raus<\/p>\n<p>Nur in guter Freundschaft halten wir&#8217;s nicht aus<\/p>\n<p>Die Musik h\u00f6rt auf, es bleibt nichts mehr<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfen werden neu geteert<\/p>\n<p>Das Feuerwerk nur Schall und Rauch<\/p>\n<p>Der Kopf im Boden, wie Vogelstrau\u00df<\/p>\n<p>Ich wach&#8216; nachts auf und denk an dich<\/p>\n<p>Und wei\u00df genau, du denkst auch an mich<\/p>\n<p>Kein Happyend, kein Hollywood<\/p>\n<p>Alles passiert, wie es passieren muss<\/p>\n<p>Kein Happyend, nur ein letzter Kuss<\/p>\n<p>Alles passiert, wie es passieren muss<\/p>\n<p>Text: R.K.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit zahlreichen gro\u00dfen und kleinen Ver\u00e4nderungen haben sich die Bilker Sch\u00fctzen 2018 auf einen Weg gemacht, um das Sch\u00fctzenwesen dem heutigen Leben in der Gro\u00dfstadt<span class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/2018\/11\/27\/friedhofsgang-2018\/\">Mehr&#8230;<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4982,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,44],"tags":[],"class_list":["entry","author-sebastian-thoene","post-4981","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-allgemein","category-zum-gedenken"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4981"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4981\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6644,"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4981\/revisions\/6644"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schuetzen-bilk.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}